Trotz der geringen Entfernung ist Bratislava für die Wiener Öffentlichkeit in vielem ein blinder Fleck. Im allgemeinen dominiert das Klischee eines rückständigen Landes (vgl. die Studien von Prof. N. Weixlbaumer, Professor am Institut für Geografie der Uni Wien, zu den "Mental Maps"). Die große Bedeutung sowie die engagierte Arbeit gesellschafts- und sozialpolitischer NGOs in der Slowakei ist hierzulande weitgehend unbekannt. Was im allgemeinen gilt, gilt auch für NGOs und Initiativen aus dem Frauenbereich.
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Die Zusammenarbeit von NGOs und Initiativen diesseits und jenseits der Grenze ist unverhältnismäßig gering. Es existieren kaum Plattformen für einen grenzüberschreitenden Austausch. Demgegenüber bestehen aber nicht nur gemeinsame Tätigkeitsfelder, sondern auch ein Bedarf an Vernetzung, z.B. im Bereich der Unterstützungsarbeit für Migrantinnen (Frauenhandel). Insbesondere im Hinblick auf die EU-Erweiterung wird der vorliegende Handlungsbedarf deutlich.

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Von 25.10.-26.10. 2003 fand in Wien die 2. Vernetzungskonferenz im Rahmen des Projekts statt.
Die aus Bratislava eingeladenen Referentinnen vertraten die NGOs Allianca zien und aspekt, sowie die Initiative pro choice und die Kampagne gegen häusliche Gewalt an Frauen. Die Expertinnen aus Bratislava bildeten somit einen umfassenden und repräsentativen Querschnitt der frauenspezifischen Themenstellungen und Aktivitäten in der slowakischen Zivilgesellschaft. Die Teilnehmerinnen aus Wien vertraten – neben der Frauenredaktion auf Orange 94.0 – auch Vereine und Initiativen aus dem kulturellen und sozialen Bereich.
Die Aktivitäten zur Vernetzung erfolgten auf zwei Ebenen.
„Direkte Ebene“: Die Konferenz bot Anlaß dazu persönliche Kontakte zu knüpfen (bzw. dort, wo diese bereits vorhanden waren, zu pflegen). Dies stellt letzlich einen nicht zu unterschätzenden Faktor für den grenzüberschreitenden Informationsaustausch, sowie für grenzüberschreitende Kooperationen in der Zukunft dar. Im Anschluss an die Referate wurden in den Diskussionsrunden Schnittstellen bzw. gemeinsame Tätigkeitsfelder eruiert, sowie Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen ausgelotet.
Mediale Ebene: Viele der Redakteurinnen der Frauenschiene auf Orange 94.0 sind zugleich ehren- oder hauptamtlich in NGOs und Initiativen aus dem Frauenbereich tätig. Die Frauenschiene hat sich so in den 5 Jahren ihres Bestehens zu einer Informationsdrehscheibe für frauenspezifische Themen in Wien entwickelt. Einige der Redakteurinnen nahmen die Konferenz zum Anlaß in ihren Sendungen schwerpunktmäßig über die Konferenz, die Situation in der Slowakei und über die Vernetzungsmöglichkeiten zu berichten.


   
      

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